Klaviertrio-Hannover
©Klaviertrio Hannover

Dieter Hufschmidt
Dieter Hufschmidt
Foto: Katrin Ribbe







Samstag, 18. November 2018 um 17.00 Uhr

Winter-Reise

Erzählungen in Wort und Ton mit Dieter Hufschmidt
Texte von Wilhelm Müller,
Musik von Ludwig van Beethoven,
Franz Schubert und Leonard Bernstein

Klaviertrio Hannover
Katharina Sellheim, Klavier
Lucja Madziar, Violine
Johannes Krebs, Violoncello

Programm

Franz Schubert: (1797-1828)
„Notturno”
Adagio Es-Dur für Klavier, Violine und Violoncello, D 897

Auszüge aus „Die Winterreise“ op. 89
Texte von Wilhelm Müller (1794-1827)

Gute Nacht
Wetterfahne
Gefrorne Tränen
Erstarrung
Der Lindenbaum
Wasserflut
Auf dem Flusse
Irrlicht
Rast
Frühlingstraum
Die Krähe
Letzte Hoffnung
Im Dorfe
Der Wegweiser
Das Wirtshaus
Der Leiermann

Ludwig van Beethoven: (1770-1828)
Trio c-Moll für Klavier, Violine und Violoncello, op. 1,3
Allegro con brio
Andante cantabile con variazioni
Menuetto. Quasi Allegro
Finale. Prestissimo

Leonard Bernstein: (1918-1990)
Piano Trio for piano, violin, and cello (1937)
Adagio non troppo - Più mosso –
Allegro vivace
Tempo di marcia
Largo - Allegro vivo et molto ritmico

Dieter Hufschmidt ist ein namhafter Schauspieler, Rezitator und Regisseur.
Seine Theaterlaufbahn begann er in der Spielzeit 1955/56 an den Städtischen Bühnen Bonn, drei Jahre später wechselte er an das Stadttheater Bremerhaven. Nach weiteren Engagements an Bühnen in Braunschweig, Baden-Baden und Münster, wurde er 1969 vom damaligen Intendanten Franz Reichert an das Schauspiel Hannover engagiert, an dem er im September 2015 sein 60-jähriges Bühnenjubiläum feiern konnte. Hier arbeitete Hufschmidt auch als Regisseur. Bis 2006 gehörte er dem Haus in Hannover als festes Ensemblemitglied an, in späteren Jahren spielte er unter anderem am Schauspielhaus Bochum.
Bekannte Stücke unter Hufschmidts Mitwirkung waren Tennessee Williams' Die Katze auf dem heißen Blechdach, Don Karlos von Friedrich Schiller, Henrik Ibsens Wildente oder die Uraufführung von Lutz Hübners Stück Blütenträume. Die Figur des Sprachprofessors Henry Higgins spielte er sowohl in G. B. Shaws Schauspiel Pygmalion als auch in der Musicaladaption My Fair Lady von Frederick Loewe und Alan J. Lerner.
Einen Namen machte sich Hufschmidt auch allein durch seine Stimme. Neben seiner Mitwirkung in knapp 100 Hörspielproduktionen ist er durch umfangreiche Lesungen und Rezitationsabende bekannt. So las Hufschmidt beispielsweise über einen Zeitraum von acht Jahren fortlaufend aus Marcel Prousts Roman Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Eine weitere Langzeitlesung hat er mit Der Mann ohne Eigenschaften von Robert Musil initiiert. Unter anderem finden sich in seinem Repertoire darüber hinaus Texte von Goethe, Kleist oder Paul Celans Todesfuge.
In seinem Abschlussfilm 7 Brüder porträtierte der Regisseur Sebastian Winkels die Geschwister Hufschmidt 2003 in einem Dokumentarfilm. Hufschmidt selber fasste mit dem Solostück Mein Kopf ist ein zwitscherndes Vogelnest Geschichten und Anekdoten aus seinem Leben zu einem Theaterstück zusammen. Über viele Jahre hatte er eine Dozentur an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, deren Honorarprofessor er mittlerweile ist. In der „Winter.Reise“ rezitiert Dieter Hufschmidt Gedichte von Wilhelm Müller (1794–1827) – im musikalischen Dialog mit der Musik von Franz Schubert – gespielt vom Klaviertrio Hannover.

Im Klaviertrio Hannover haben sich mit Lucja Madziar, Violine - Konzertmeisterin des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover , mit Johannes Krebs, Violoncello - Solocellist der Bremer Philharmoniker und Katharina Sellheim, Klavier - Solistin und Klavierpartnerin renommierter Künstler drei Musiker zusammengefunden, die mit ihrem mitreißenden und fesselnden Spiel und abwechslungsreich gestalteten Programmen Presse und Publikum auf Konzertpodien im In- und Ausland begeistern. Wichtige musikalische Impulse erhielt das Ensemble vom Jean-Paul-Trio.
Mit großer Leidenschaft widmet sich das Klaviertrio Hannover besonderen Programmen zu besonderen Anlässen. Zum 100. Geburtstag des legendären Leonard Bernstein spielt das Klaviertrio Hannover dessen selten gespieltes Klaviertrio 1937. Und mit dem Projekt Beethoven widmet sich das Klaviertrio Hannover zusammen mit dem Bratschisten Konstantin Sellheim, Münchner Philharmoniker, den wunderbaren Klavierquartetten des einzigartigen Komponisten Ludwig van Beethoven anlässlich seines 250. Geburtstags 2020.

„Klaviertrio Hannover fesselt das Publikum in der Pfarrkirche“ (Generalanzeiger Bonn)
„Temperament und ein Schuss Provokation“ (Rhein-Lahn-Zeitung)
„Einen gleichermaßen fesselnden wie begeisternden Konzertabend…“ (Cellesche Zeitung)


Lucja Madziar, Violine

Konzertmeisterin des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover Lucja Madziar wurde in Polen geboren und ist seit 2010 die 1.alternierende Konzertmeisterin an der Staatsoper Hannover. In der gleichen Position wirkte sie in den Jahren 2006 bis 2010 bei den Essener Philharmonikern. Ein befristetes Engagement als Konzertmeisterin der Münchner Philharmoniker führte sie in der Spielzeit 2015/16 in die Hauptstadt Bayerns. Sie wird regelmäßig als Gastkonzertmeisterin von namhaften Orchestern eingeladen, wie: Gewandhausorchester Leipzig, Bayerisches Staatsorchester München, Staatskapelle Berlin, Gürzenich Orchester Köln, Hamburger Philharmoniker, NDR Radiophilharmonie Hannover, Museumsorchester Frankfurt oder Symfonisch Orkest van de Vlaamse Opera und Düsseldorfer Symphoniker.
Ihren ersten Violinunterricht erhielt Lucja Madziar in ihrer Heimatstadt Posen im Alter von sechs Jahren. Sie wurde noch während ihrer Schulzeit als Jungstudentin an die Hochschule für Musik und Theater in Rostock in die Klasse von Prof. Petru Munteanu aufgenommen und schloß dort ihr Studium mit Auszeichnung ab. Es folgte ein Studium bei Prof. Silvia Marcovici an der Kunstuniversität Graz. Die künstlerische Zusammenarbeit mit Ida Haendel und Shlomo Mintz sowie Meisterkurse bei Stefan Gheorghiu, Igor Ozim und Gerard Poulet bilden weitere Schwerpunkte in ihrem Werdegang.
Seit ihrem Debüt mit dem Violinkonzert von Johannes Brahms in der Hamburger Laeiszhalle konzertiert Lucja Madziar weltweit. Als Solistin trat sie u.a. mehrmals mit den Essener Philharmonikern, dem Niedersächsischen Staatsorchester Hannover, dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn, den Neubrandenburger Philharmonikern und dem Folkwang Kammerorchester Essen auf. Sie arbeitete dabei mit Dirigenten wie Stefan Soltesz, Karen Kamensek, Jörg Faerber, Alexander Joel, Ivan Repusic und Pavel Baleff.
Lucja Madziar erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise. Sie ist Preisträgerin des „Fritz Kreisler“ - Wettbewerbs in Wien und erhielt den DAAD-Preis für herausragende Leistungen. Ferner ist sie 1. Preisträgerin des Internationalen Violinwettbewerbs in Kloster Schöntal und des Internationalen „Vaclav Huml“-Wettbewerbs in Zagreb. Im Jahr 2010 wurde sie mit dem Aalto-Preis für junge Künstler ausgezeichnet. Die über ein umfangreiches Repertoire verfügende Künstlerin wird zu verschiedenen Musikfestivals eingeladen und spielte u.a. bei dem Beethovenfest Bonn, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Festival Mitte Europa und dem Paderewski-Festival in Warschau. Sie trat im Bolshoisaal des Moskauer Konservatoriums, Stephaniensaal in Graz und im Konzerthaus Wien auf.
Neben ihrer solistischen Tätigkeit widmet sich Lucja Madziar seit Jahren intensiv der Kammermusik. 2012 gründete sie zusammen mit Katharina Sellheim (Klavier) und Johannes Krebs (Cello) das bereits hochgelobte Klaviertrio Hannover. Eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet sie u. a. mit dem Mannheimer Streichquartett.
Lucja Madziar spielt eine Violine von Carlo Landolfi aus dem Jahr 1759.

Johannes Krebs, Violoncello
Solocellist der Bremer Philharmoniker ist einer der meistbeachteten und facettenreichsten Musiker seiner Generation.
Nach Cello- und Kammermusikstudien in Hannover, Madrid, Basel und Köln  bei Frans Helmerson, Friedrich-Jürgen Sellheim, Klaus Heitz und Reinhard Latzko und Meisterkursen bei Boris Pergamenschikow, Bernhard Greenhouse, Wolfgang Boettcher, Siegfried Palm, Mario Brunello, Menahem Pressler, Yehudi Menuhin, Ralph Gothoni und Rainer Schmidt gewann er zahlreiche Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben und ist als Solist mit Orchestern und als gefragter Kammermusiker weltweit in Konzertsälen und auf renommierten Festivals (u.a.Schleswig Holstein Festival, Braunschweig Classix, Casalsfestival) zu erleben.
Er war Mitglied des Atlantisquartetts und des Hamburger Streichsextetts.
Neben seinem festen Ensemble, dem "Streichtrio Lirico" gehören Künstler wie Gérard Caussé, Latica Honda-Rosenberg, Gil Garburg, Gergana Gergova, Guy Ben-Ziony, Denis Goldfeld, Tanja Tetzlaff, Lauma Skride, Marta Gulyas und Franck-Thomas Link zu seinen Kammermusikpartnern.
Als Solist spielte er in der letzten Zeit unter so namhaften Dirigenten wie Ingo Metzmacher, Christopher Hogwood, Marco Letonja, Markus Poschner, Wolfgang Emanuel Schmidt und Nicholas Milton Konzerte des klassisch-romantischen Repertoires von Haydn,Saint-Saens, Elgar, Schumann, Dvorak, Brahms-Doppelkonzert, Tschaikowskis Rokokovariationen, Andante Cantabile und Nocturne, als auch aussergewöhnlichere Werke, wie Martinu, Korngold, Tüür, Sallinen und Gulda Cellokonzerte.
Von 2002-2006 war er stv. Solocellist der Philharmoniker Hamburg, wo ihm der begehrte Eduard-Söring Preis verliehen wurde. Seit 2006 ist er 1. Solocellist der Bremer Philharmoniker.
Mit besonderer Leidenschaft widmet er sich auch dem Unterrichten. So betreut er seit 2009 eine eigene Celloklasse an der Hochschule für Künste Bremen und leitet mit großem Engagement seit Jahren die Cellogruppenproben der Hamburger und Bremer Landesjugendorchester, der Jungen Deutschen Philharmonie und der Jungen Norddeutschen Philharmonie.
Er gibt regelmäßig Meisterkurse in Deutschland, Polen, Italien und Spanien und unterrichtet im WS 2015/16 als Gast an der Musikakademie Krakau. 2015 wirkte er beim Hamburger Tonali Wettbewerb als Juror und übernahm die künstlerische Leitung des international renommierten Kammermusikfestivals "Musikfest Goslar".
Seine Diskographie umfasst eine Solo-CD mit Werken von Bach und Cassado, die Ersteinspielung von „Trova“ für Cello und Orchester von Granados, Streichtrios von Beethoven und Schubert, Klaviertrios von Dvorak, Brahms und Schostakowitsch, Klavierquartette von Brahms und Mozart, Streichquartette von Janacek, sowie Streichsextette von Dvorak und Korngold.
Johannes Krebs spielt auf einem prachtvollen Cello von Carlo Antonio Testore, Mailand 1746.

Katharina Sellheim,Klavier Klavierpartnerin renommierter Künstler

Katharina Sellheim erwies sich als souveräne Musikerin mit reifen pianistischen Fähigkeiten, die für die Zusammenarbeit mit jungen Sängern wie geschaffen und äußerst effektiv wirkte. Ihr großer Repertoire-Überblick, auch auf solistischem Gebiet, mitsamt ihrer Fähigkeit, sensibel auf die verschiedensten Charaktere einzugehen, macht sie zu einer idealen Anregerin und Leiterin für alle, die sich ihr anvertrauen." (Dietrich Fischer-Dieskau)

Die Pianistin Katharina Sellheim zeichnet sich durch musikalische Vielseitigkeit aus und wird als Solistin, Kammermusikerin und Liedbegleiterin engagiert. Rezitals und Konzerte mit Orchester gab sie in wichtigen Musikstädten Europas. Sie ist regelmäßig auf internationalen Festivals zu Gast, wie zuletzt beim Beethoven-Fest Bonn, dem Schleswig Holstein Musikfestival, den Internationalen Musiktagen Goslar, dem Heidelberger Frühling, den Tiroler Festspielen u.a.
Katharina Sellheim ist Klavierpartnerin renommierter Künstler. Zu ihren Partnern zählen Preisträger internationaler Wettbewerbe, Mitglieder der Berliner und Münchner Philharmoniker sowie Sängerinnen und Sänger der Hamburger Staatsoper u.a.
Dietrich Fischer-Dieskau engagierte sie für die Begleitung der Konzerte seiner Meisterkurse in Sankt Paul mit Mörike- und Goethe-Liedern von Hugo Wolf. Sie konzertiert zudem regelmäßig im Duo Sellheim mit ihrem Bruder Konstantin Sellheim. Ihre vielbeachtete CD Fantasy, produziert vom Label Musicaphon und dem NDR, mit Werken von Schumann, Hindemith und Rebecca Clarke erschien 2013. Die CD Märchenerzählungen ihres renommierten Sellheim-Kuti-Trios mit Werken Mozart, Schumann, Kurtág und Prokofjew, einer Co-Produktion des BR mit dem Label Musicaphon, erschien 2016. Ihre Auftritte werden als Rundfunk- und Fernsehaufnahmen beim NDR, SWR und WDR mitgeschnitten. Neben ihrer Konzertlaufbahn gibt Katharina Sellheim ihr Wissen gern als Dozentin weiter. Sie unterrichtet an der Hochschule für Musik und Theater Hannover, lehrte bei Meisterkursen in China, Estland u.a. und folgte der Einladung zu einer Gastdozentur der "Barenboim-Said Foundation", für die sie in Ramallah, Jerusalem und anderen Städten in Palästina und Israel unterrichtete und konzertierte. Sie unterrichtet zudem als Leiterin der Akademie für Musik Hannover und ist Jurorin in zahlreichen Wettbewerben. Außerdem setzt sich die Pianistin im Rahmen des Projektes "Rhapsody in School" für Musikvermittlung ein, geht in Schulen und bringt Kindern und Jugendlichen klassische Musik nahe. Katharina Sellheim erhielt ihre musikalische Ausbildung bei Prof. Karl-Heinz Kämmerling, Prof. Markus Becker und Germaine Mounier in Hannover und Paris. Sie war u.a. Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes. Zudem ist sie 1. Preisträgerin des Gedok-Musikwettbewerbes. Wichtige Impulse gaben Paul Badura-Skoda und Eckart Sellheim sowie Norman Shetler und Dietrich Fischer-Dieskau.




Veranstaltungsort
Museumshof
Brauckmanns Kerkstieg
29308 Winsen (Aller)
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